Archiv für den Monat: August 2015

„Change the change“ durch freundliche Emotionen

Bei vielen Change-Prozessen in Unternehmen oder im persönlichen Werdegang eines Menschen beschäftigen sich die Gemüter mit Daten, Fakten, Listen von Vor- und Nachteilen. Für einen gelungenen Change-Prozess ist es zusätzlich wichtig, die Emotionen der Menschen zu coachen, damit sie mit einer stabilen Grundhaltung in eine neue Zukunft gehen können. Nach dem Motto „Change the Change“ kann die Methode wingwave-Coaching eine optimale emotionale Balance für Veränderungsprozesse ermöglichen: nicht nur im Bereich Stressmanagement,  sondern auch für die Zunahme von Begeisterung, Zuversicht und Entschlossenheit kann dieses Kurzzeit-Coaching seinen Beitrag für erfolgreiche oder zufrieden stellende Change-Prozesse leisten.

Als Beispiel sei das Phänomen des bekannten „Change-Rätsels“ genannt. Hier geht es um die positiven und erfreulichen Ziele im Leben – nichts scheint gegen eine Umsetzung zu sprechen, aber der Mensch verwirklicht es doch nicht: eine Modernisierung, eine neue Verhaltensweise, eine Entscheidung. Hier sollte bei einem gelungenen Coaching die Besonderheit der Physiologie des Erwachsenengehirns berücksichtigt werden: auch weit auseinander liegende Neurone sind jetzt untereinander vielfach „verkabelt“ und die Nervenbahnen haben eine solide Isolierung aufgebaut, welche die Reizleitung im Vergleich zum Kindergehirn nahezu hundertfach gesteigert hat (Spitzer M. , Wie Erwachsene denken und lernen, 2012 als Audiobook). Als Folge beschäftigt sich das Erwachsenengehirn zunehmend gern mit sich selbst. Von extern hereinkommende neue Reize geben weniger Anlass zum Lernen, sondern eher zum Assoziieren nach dem Motto: „Das kenn ich doch schon!“ oder: „Weiß ich alles!“.

Man denkt immer, Neuigkeit könnten auch etwas Positives sein – für Kinder mag das schon zutreffen, sind noch neu“gierig“. Sie empfinden das Neue, Unerwartete als „positives Kribbeln“, denn ihr Gehirn ist ganz wild auf neue Strukturen, es ist im „Aufbau“ – also noch nicht im vollendeten Modus. Der „vollendete Erwachsene“ hingegen erlebt die Emotion „Überraschung“ zunehmend als Störung, und dieses Unbehagen kann durch ein punktgenaues Emotions-Coaching überwunden werden. Wingwave-Coaches helfen dabei, dass Neues auf die Gefühle  ihrer Coachees als belebend, spannend und als positive Herausforderung wirken kann.

Body-Change: auch eine kleine Selbstcoaching-Übung unter Einbeziehung der Körperwahrnehmung kann schon helfen. Denn beim Change-Rätsel ist die mentale Blockade in Wirklichkeit eine organische Blockade, hier „spricht“ der Körper, weil das Gehirn natürlich als Organ zu unserem Körper dazugehört. Machen Sie dazu einen einfachen Test: sie falten einfach die Finger der beiden Hände ineinander inklusive der Daumen – einer der beiden Daumen liegt nun oben, wenn sie auf die so verschränkten Hände schauen. Nun lösen sie die Hände voneinander und falten sie diese einfach anders herum – so dass der andere Daumen nun oben liegt. Spüren Sie in sich hinein, was sagt Ihr Gefühl? „Ungewohnt, komisch, seltsam“, ist oft die Antwort. Wir haben für diese Falt-Variante keine ausgebauten Gehirnzellen- Verknüpfungen und werden diese wegen des komischen, ungewohnten Gefühls des Neuen nicht wiederholen und bei der „eingefleischten“ Variante bleiben. Darauf basiert die Selbstcoaching-Übung: „Body-Change“, die in Kombination mit der wingwave-Musik durchgeführt wird. Die wingwave-Musik wirkt stresslindernd, macht locker, kreativ und offen für Neues – auch für neue Falt-Techniken der Hände.

  1. Sie hören die wingwave-Musik über Kopfhörer „einfach so“ für zwei Minuten. Die Musik läuft weiter, während Sie durch die nächsten Schritte gehen.
  2. Dann denken Sie an eine sinnvolle Veränderung, die auf Sie zukommt oder die gut für Sie wäre – aber irgendwie scheint der Veränderungs-Flow zu blockieren.
  3. Sie falten die Hände „falsch herum“, spüren in das körperfremde Gefühl hinein und denken weiterhin an die angestrebte Veränderung.
  4. Spüren Sie in sich hinein, wie sich das körperfremde Gefühl in den Händen allmählich in ein körperfreundliches Gefühl verwandelt, das „Neue“ wird nun angenommen, die Nervenbahnen beginnen mit dem Ausbau neuer Verbindungen.
  5. Sie denken an Ihr Change-Thema und lassen sich davon überraschen, wie sich allmählich die Freundschaft mit dem Neuen von den Händen auf das gesamte Denken und Fühlen überträgt.

Hier finden Sie einen Artikel zum Thema und auf YouTube gibt es einen Vortragsmitschnitt zum Thema zu sehen: