Archiv für den Monat: November 2016

Ein Hamsterrrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter

Mittagspause! Mittagspause ist Regenerationszeit. Also mache ich es mir nach meiner letzten Klientin vor der Pause ein paar Minuten auf dem Sofa meines Büros gemütlich. Auf den Ohren die „Ding-Dong-Musik“ (In Fachkreisen wingwave-Musik genannt) hörend,  erhole ich mich für kurze Zeit und tauche gedanklich in meinen ganz persönlichen ressourcevollen Tagtraum ab. Anschließend stehe ich frisch und munter wieder auf, um meinen nächsten Klienten zu empfangen.

Als approbierte Psychotherapeutin, Coach, Trainerin und Buchautorin zahlreicher Bücher, bin ich in dem Institut tätig, das mein Mann Harry und ich vor vielen Jahren gegründet haben. Mein Kalender ist stets mit vielen Terminen gefüllt – sei es in Hamburg oder auch auf internationalen Kongressen. Natürlich muss auch ich etwas für meine Work-Health-Balance  tun!

In der Literatur wird stets der Begriff Work-Life-Balance benutzt. Aber dadurch entsteht der Eindruck, dass Arbeit und Leben sehr gegensätzliche Dinge sein können und als ob man bei der Arbeit nicht leben würde. Arbeit macht einen großen Anteil unseres Lebens aus und hat durch die Beschaffenheit einen erheblichen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Eine Studie konnte zeigen, dass ein früherer Renteneintritt die Lebenserwartung verkürzen kann. Schon außergewöhnlich, weil man eigentlich mit der Erwartung „jetzt lebe ich“ in den Ruhestand geht und einen genau das Gegenteil erwartet.  Natürlich entwickelt sich bei vielen Menschen die Arbeit zum Stressfaktor, aber auch das Fehlen von Arbeit kann die seelische Balance irritieren. Wegen dieser zahlreichen Gründe haben wir uns entschieden, von „Work-Health-Balance“ zu reden.

Ein sehr wichtiger Grundstein für meine Work-Health-Balance ist meine Arbeit! Sie meinen, das geht nicht? Doch, gerade die Arbeit ist wichtig. Der Schlüssel ist, dass ich meine Arbeit sehr liebe. Seit über 30 Jahren gehe ich nicht mehr arbeiten, denn ich liebe, was ich mache. Viel schöner als das Wort „Arbeit“ ist das Wort „Beruf“, denn das hat etwas mit der Berufung zu tun. Das spricht dann für eine positive Motivation, wenn man seine Fähigkeiten und Leidenschaften in seiner Berufstätigkeit ausleben kann. So erhält dann die Arbeit auch automatisch einen anderen Wert und fühlt sich nicht mehr nach einer Belastung an. Sie kennen sicherlich auch, wie Sie Tätigkeiten verrichten, an denen Sie große Freude haben. Fast wie im Flug zieht die Zeit an einem vorbei oder wie der bekannte Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi  es nennt: „Flow“. Damit ist ein absolut positiver Zustand gemeint, in dem eine Tätigkeit einem sehr leicht von der Hand geht und man in dieser Tätigkeit quasi versinkt. Es gibt sogar einen Trick, wie man ungeliebte Tätigkeiten mit einem „Flow“ verknüpfen kann.

Alltagsaufgaben „im Flow” erledigen

  1. Suchen Sie sich eine Aufgabe aus, die Sie gern hinter sich hätten: Bügelwäsche, E-Mails beantworten, Hefte korrigieren, Quittungen sortieren, den Koffer für die Geschäftsreise packen. Es geht hier um Aufgaben, die einfach gemacht werden müssen – aber die vielleicht auf Ihrer persönlichen Beliebtheitsliste der Aktivitäten nicht gerade auf Platz eins stehen.
  2. Begeben sie sich mit der wingwave-Musik zunächst an einen von der Aufgabe entfernten Ort (anderer Raum, Sofa, auf jeden Fall ein paar Meter Entfernung), setzen Sie die Kopfhörer auf und hören die wingwave-Musik für zwei oder drei Minuten. In dieser Zeit pendelt sich das Aktivitätsniveau des Nervensystems auf ein angenehmes Level ein.
  3. Erst jetzt begeben Sie sich – während Sie die Musik weiterhören – in Kontakt mit Ihrer Aufgabe, fassen die Materialien an und beginnen mit der Erledigung. Die Musik läuft die ganze Zeit über die Kopfhörer weiter. Auf diese Weise verlaufen die Abläufe leicht und angenehm und Sie sind viel schneller fertig.
  4. Nach sechs bis acht Durchgängen mit dem Einsatz der wingwave-Musik verselbständigt sich der Effekt: nun hat Ihr Gehirn sich daran gewöhnt, die Abwicklung von Alltagsaufgaben mit einem Flow-Gefühl zu verknüpfen, nun wirkt der Effekt auch „einfach so“.

Wann waren Sie das letzte Mal im „Flow“? Tun Sie, was Sie lieben! Lieben Sie, was Sie tun! img_2735