Kategorie-Archiv: Hilfe bei Angst

© Lola Siegmund

Schnelle Hilfe bei Angst

Am 14. Oktober ist weltweit der Stell-Dich-Deinen-Ängsten-Tag. Angststörungen zählen zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Dabei ist die Emotion „Angst“ zunächst eine normale und sinnvolle Schutzfunktion unserer Neurobiologie. Angst und die damit verbundenen Stresshormone erhöhen sekundenschnell die Bereitschaft, sich körperlich sofort in Sicherheit zu bringen. Es werden Kräfte für schnelles Laufen mobilisiert, das Herz pumpt intensiver, die Muskeln spannen sich für den Sprint gut an, die Gefäße verengen sich im Oberkörper und erweitern sich für eine gute Durchblutung der Beine im Unterkörper. Das Großhirn – der Sitz des Verstandes – wird ausgeschaltet, damit man nur noch denkt: „Weg hier“ und sich von diesem Gedanken nicht abbringen lässt, nach dem Motto: „Ich mache noch mal eine schöne Liste mit den Vor- und Nachteilen der geplanten Flucht“. Zu viele Gedanken stören bei einer erfolgreichen Flucht – so war es zumindest in der Steinzeit. In der heutigen Zivilisation ist es dann aber schade, wenn das Gehirn des Prüfungskandidaten den Prüfer mit einem Säbelzahntiger verwechselt und deshalb das Denken eingestellt wird. Dann fällt es uns schwer, die ursprünglich positive Absicht der Angst als Lebensretter zu würdigen.

Ursache im limbischen System: Angst geht nicht durch Reden weg

Verantwortlich für starke Angstgefühle ist die Amygdala, sie kommt im Doppelpack daher: Zwei kleine paarige Kerne im Emotions-Gehirn – genannt limbisches System – die bei einem hohen Erregungsniveau des Nervensystems eine besonders hohe Aktivität zeigen. Dieser Gehirnbereich kennt allerdings keine Sprache und ignoriert gutes Zureden. Man kann einem Menschen mit Flugzeugangst mit Engelszungen erläutern, dass laut Statistik das Flugzeug zu den sichersten Verkehrsmitteln gehört – das wird nichts nützen. Wir müssen vielmehr einen anderen Weg finden, der Amygdala und dem limbischen System mitzuteilen, dass eine Prüfung, ein Flugzeug oder an einem bestimmten Ort als sicher oder neutral einzuschätzen sind und wir deshalb den „Gruppe aus der Steinzeit“ hier nicht benötigen. wingwave-Coaching wendet sich daher direkt an das Emotions-Zentrum und wirkt punktgenau und effektiv genau an der Quelle: dort, wo das Angstgefühl organisiert wird, wird sie auch heruntergeregelt.

Ängste als „isolierte Blockaden“: hier hilft auch ein Emotions-Coaching wie die wingwave-Methode

Wenn ein Angstthema nicht das ganze Leben blockiert, sondern nur in bestimmten Momenten auftritt, spricht man nicht von einer psychiatrischen Störung, sondern von „isolierten Blockaden“. Hier muss es nicht immer gleich eine Therapie sein. Forschungen haben mehrfach gezeigt, dass nur zwei Stunden wingwave-Coaching effektiv helfen können, Ängste nachhaltig zu neutralisieren. Der Coach arbeite hier mit der Harmonisierung der Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften, was die Eigenverarbeitung der Angstblockade ermöglicht. Es gibt Individual-Coachings und Angst-Management mit Hilfe der wingwave-Musik – wie beispielsweise beim Arbeiten mit der wingwave-App (iPhone und Android) oder mit der Musik aus dem Online-Shop www.wingwave-shop.com.  Auf  der offiziellen Methoden-Homepage gibt es eine Reihe von Artikeln, die zum Thema Angst zusammengetragen wurden: Einen wingwave-Coach in der Nähe  finde man auf http://wingwave.com/coach-finder.html. Viele nützliche Selbstcoaching-Tipps sind in dem wingwave-Buch Schnelle Hilfe bei Angst und Stress erhältlich. Und auf YouTube kann man sogar sehen, wie Betroffenen geholfen wird; in einigen Sequenzen zum Dokumentarfilm Die Seelenflüsterer – Turbocoaching gegen Stress und Angst.

Vom Schlangenbiss zur Herbst-Phobie

Vielerorts macht sich nun der Herbst spürbar bemerkbar. In meinem neuen Buch „Schnelle Hilfe bei Angst und Stress“ findet sich das Kapitel „Das Rascheln der Blätter: Vom Schlangenbiss zur Herbstangst“, in dem eine kleine Geschichte ein einprägsames Beispiel für unbewusst wirksame Stressreize beschreibt. Darin ist es Herbst und einer unserer steinzeitlichen Vorfahren hockt gemütlich am Lagerfeuer und brät sich sein selbst gefangenes Abendbrot. Plötzlich hört er hinter sich das Geräusch raschelnder Blätter. Er dreht sich zum Laubhaufen um – aber da ist es schon zu spät! Er wird von einer giftigen Kreuzotter gebissen, sie hatte sich herangeschlängelt und das Geräusch verursacht. Der Mann wird ohnmächtig, ist ein paar Tage krank – aber er überlebt den Unfall. Seither hat er vor jeder Schlange schreckliche Angst. Allerdings nicht nur vor grauen Kreuzottern, auch beim Anblick grüner, orangener, getupfter oder gestreifter Schlangen hüpft er panisch in die Luft.  Selbst ein etwas gekrümmtes Holzstück auf dem Fußboden versetzt ihn in Angstzustände. Real hat er aber nur ein graues „Schlängeltier“ gesehen. An dieser Stelle sprechen wir von der Generalisierung. Die Furcht entsteht bei allem, was auch nur entfernt an die Kreuzotter erinnert. Unser Steinzeitmensch vergisst das Ereignis im Lauf der Monate. Nun wird es Herbst und er geht in den Wald, um sich einmal wieder ein Abendbrot zu fangen. Plötzlich fallen vor seiner Nase drei Blätter von einem Baum und machen dabei ein raschelndes Geräusch. Er erschrickt furchtbar und weiß gar nicht, warum! Er geht zum Therapeuten – den es vielleicht damals auch schon gab – mit folgender Klage: „Ich bin ein tapferer Jäger und habe neuerdings eine Herbstphobie! Ich habe schreckliche Angst vor raschelnden Blättern – was ist nur mit mir los?“  Auf diese Weise haben Menschen oft Angst vor Dingen – und verstehen gar nicht so richtig, warum. Unser Gehirn arbeitet hoch assoziativ. So kommt es dazu, dass im Coaching und Therapie allzu oft statt der eigentlichen Stress-Ursache nur „das Rascheln der Blätter“ behandelt wird. Bei wingwave finden wir punktgenau den eigentlich wirksamen Auslöser – das führt zu einer besonders schnellen und punktgenauen Wirkung der Methode. Die nächsten wingwave-Trainings gebe ich im Oktober in Toronto, Hamburg und Mexiko Stadt. Viele Darstellungen von und mit wingwave werden mit dem Monarch-Schmetterling gestaltet. Der Amerikanische Monarch ist ein besonders hübsches Exemplar und auffällig orange-schwarz gezeichnet. Sehr beeindruckend ist, dass einzelne Tiere bei ihrer Wanderungen im Herbst in Nordamerika bis zu 3600 Kilometer zurücklegen. Mit Glück sehe ich in Amerika einen von ihnen. Hier ist noch ein Video, dass unter anderem die Schönheit dieser Tiere zeigt: http://youtu.be/D2Qx93RChhQ